Die Bumerang-Liebe

Die Bumerang-Liebe: Der zweite Anlauf

90% aller Getrennten meinen, wir trennen uns zu früh. Das merken wir spätestens, wenn wir die Trauerphase verarbeiten müssen. Egal wie schwierig eine Beziehung war: Wir verlieren immer etwas, was wir bei anderen Partnern nicht finden. Deshalb überlegt die Hälfte aller getrennten Paare, ob sie es nicht noch einmal miteinander versuchen sollen. Etwa 14% versuchen es dann wirklich und davon klappen mehr als 70% aller Versuche.

Man hat seinen Partner nie ganz falsch gewählt, immer war am Anfang etwas richtig, oft hat man aber durch Streitigkeiten diese Beziehung zerstört. Das lässt sich häufig durch einen Neuanfang ändern. Allerdings besteht dazu eine wichtige Voraussetzung: Man darf sich bei einer Trennung nicht zu sehr gekränkt haben. Manche Dinge gehen so unter die Gürtellinie, dass es dadurch fast unmöglich ist, dem anderen mit Respekt und Vertrauen zu begegnen. Wenn also der Streit um Kinder und Geld sehr unfair verläuft, fehlt die Basis für einen Neubeginn.

Am besten klappt der zweite Versuch, wenn die Gründe für die Trennung externer Natur waren. Es gab Belastungssituationen wie z.B. eine Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Auch Kinder sind – selbst wenn sie langfristig eine Beziehung stabilisieren – kurzfristig in den ersten Jahren eine Belastung. Sind diese Belastungen vorbei, könnte eine Partnerschaft wieder aufleben. Immer jedoch muss gewährleistet sein, dass gravierende Probleme in dieser Form nicht mehr auftreten. Mit dieser Haltung kann man auch einen Seitensprung aufarbeiten, denn nach einer Statistika Umfrage ist dies einer der häufigsten Trennungsgründe.

Meist hat die Bumerang-Liebe nur dann eine Chance, wenn mindestens ein Jahr nach der Trennung vergangen ist. Jeder muss sich selbst gefunden haben, um dann festzustellen, dass der andere fehlt. Oft hat man auch erste neue Beziehungserfahrungen gesammelt und spürt nun, dass andere Menschen auch nicht sehr einfach sind.

Wichtig ist dann allerdings, dass beide Beteiligte dazugelernt haben. In Machtbeziehungen versucht man meist, den Partner zu verändern. Doch die Bumerang-Liebe kann nur funktionieren, wenn man auch die eigenen Fehler sieht, nachdenklicher geworden ist und begreift, wo man selbst zum Scheitern der Beziehung beigetragen hat. Und dann beginnt bei dieser zweiten Liebe eine aufregende Annäherung. Denn man kennt sich und weiß doch, dass man sich in vielem nicht wirklich kennt. Man weiß nicht, wo man den anderen verletzt hat, worum er empfindlich reagierte und sich zurückzog. Deshalb ist die Bumerang-Liebe von vielen Fragen und Gesprächen geprägt. Sich dabei Zeit zu lassen, um nicht in alte Fehler zu verfallen, ist eine der Voraussetzungen für das zweite Glück.

Kostenloser Abdruck – auch auszugsweise – bei Erwähnung des Buches

Dr. Wolfgang Krüger: So gelingt die Liebe – auch wenn der Partner nicht perfekt ist.

 

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